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1531 Bis heute ältester Hinweis auf den "Langen Damm" in der Reihe der Grenzmarkierungen zwischen der Grafschaft Hoya und dem Fürstentum Calenberg. Langendamm war der Zuweg der Nienburger Ackerbürger zum Westerbuch, einem Teil des Grindewaldes. 1586 Um die ewigen Grenzstreitigkeiten zwischen den Fürsten und Landesherren von Hannover-Calenberg und Nienburg-Hoya zu schlichten, trafen sich diese persönlich. Dabei wurden Grenzsteine gesetzt, einer davon in den "Langen Damm". 1664 Um den Verkehr auf dieser Straße zwischen Nienburg und Neustadt kontrollieren zu können, wurde hier ein "Zöllner und Holzknecht" wohnhaft angesetzt, Dietrich Beumann mit seiner Familie. Nachgewiesen wurde dies in der Kopfsteuerbeschreibung von 1664. Damit war Langendamm Wohnsiedlung. 1704 Nachdem der Familie Beumann Mieter und dann auch Bauern folgten, verhinderte eine Beschwerde der Nienburger weitere Siedlung. So blieb es fast 100 Jahre lang bei fünf Hausstellen. Kirchlich und schulisch gehörten die Langendammer nach Husum. 1750 Die Häuser Langendamms bekommen ihre Nummern. um 1780 Durch den Bau der Hannoverschen Chaussee gibt es den ersten Einschnitt in die ruhige Entwicklung des Dorfes. 1803 kam Langendamm unter französische Verwaltung. 1805 kam Langendamm unter preußische Verwaltung. Schließlich wurde das Dorf Grenzort im Königreich Westfalen. bis 1812 wuchs das Dorf von 5 Häusern mit 31 Einwohnern auf 11 Wohnstätten mit etwa 90 Menschen. 1813 bekam Langendamm einen eigenen Lehrer für seine 23 Schulkinder. bis 1822 wuchs das Dorf bis auf 13 Feuerstellen mit 127 Bewohnern an. 1841 Der Bau des ersten Schulhauses an der Dorfstraße wird beendet. 1847 Die Eisenbahnstrecke Hannover-Nienburg-Bremen wurde gebaut. Am Mühlenwege erfolgte die Ansetzung eines Strecken- und Schrankenwärters, heute Familie Kruse. Weitere Eisenbahner siedelten sich an. 1852 bei der Generalteilung des Grinderwaldes erhielten die Gemeinheits-Interessenten für Langendamm insgesamt etwa 625 Morgen Heide-, Moor- und Waldflächen. 1866 wurde Langendamm preußisch, viele wanderten in Städte oder ins Ausland ab. 1880 Höhepunkt der Einwohnerzahl mit 163 Einwohnern. 1890 Bau des zweiten Schulhauses an der Dorfstraße, das alte Schulhaus wird abgebaut und an der Mindener Landstraße als Wohnhaus wieder aufgebaut. bis 1905 sinkt die Einwohnerzahl auf 104. 1902 erfolgte die letzte bäuerliche Neuansiedlung mit Ehler Hillmann am Alten Damm. 1905 die erste Telegrafen- und später Posthilfsstelle wurde eingerichtet. 1916/1917 war ein Kriegsgefangenenkommando mit Franzosen, Engländern und Russen in Bauerngehöften untergebracht zum Abholzen von Forstbeständen. seit 1920 elektrisches Licht im Dorf. 1928 Langendamm und der "Gutsbezirk Westerbuch" wurden vereinigt, so dass Langendamm das heutige Flächengebiet erreichte. 1933 Aus dem Radfahrverein "All Heil" wurde der Kleinkaliber-Schützenverein gegründet. 1934 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr; vorher gab es eine Pflichtfeuerwehr. 1935/36 Im Staatsforst wurde die Munitionsanstalt angelegt. Durch den Bau eines "Wohngebietes" für die Angestellten und durch ein Barackenlager an der Waldstraße (Westlandstraße) gab es einen Anstieg der Bevölkerungszahl. 1945 Der größte Teil der Muna-Anlagen und der dazugehörigen Gebäude fiel in die Hände der Engländer. Die Gebäude, die nicht von den Engländern besetzt waren, dienten als Durchgangslager für viele tausend Menschen, die vor ihrem Weg in die osteuropäische Heimat aus ganz Norddeutschland hier gesammelt und dann geschlossen weitertransportiert wurden. 1947 waren bereits alle Engländer aus dem gesamten Muna-Gelände abgezogen. 1948 Gründung des "Sportclubs Bergheide". 1949 Das erste Fest des Scheibenschießens nach dem zweiten Weltkrieg findet statt. 1951 Wiederbegründung des Kleinkaliber-Schützenvereins. 1953 waren in Langendamm etwa 800 Bewohner und 20 Betriebe angesiedelt. 1953 Gründung des DRK Ortsvereins. 1954 Weihe des neuen Glockenturms. 1956 Beginn der Bauarbeiten der neuen Kaserne 1957 Das neue, dritte Schulgebäude an der Ostlandstraße wurde bezogen. 1957 Die Kreissparkasse Nienburg errichtete eine Nebenzweigstelle in Langendamm. 1958 Die "Johannes-Kirche" wurde geweiht. 1958 Das Ehrenmal der Verstorbenen und Vermißten des 2. Weltkrieges wird feierlich geweiht. 1959 Die Schwarze Garde entstand aus der Aufforderung des Bürgermeisters Noack am Schützenfest teilzunehmen. 1959 Langendamm wurde selbstständige ev.-luth. Kirchengemeinde mit eigenem Pfarrhaus. 1959 Die Nebenzweigstelle der Sparkasse wird Hauptzweigstelle. 1961 ein großer Wegweiser, der auf die Entfernungen zu einigen Städten in den deutschen Ostgebieten hinweist, wird aufgestellt. Er soll für viele in Langendamm lebende Vertriebene eine stetige Erinnerung und für die Jugend eine Mahnung, diese alten deutschen Städte nicht zu vergessen, sein. 1964 Feierliche Einweihung des neuen Sportplatzes hinter der Schule. 1964 erhält die Truppenunterkunft den Namen "Clausewitz-Kaserne". 1965 Gründung der Jugendfeuerwehr und des Spielmannszuges. 1966 Neubau der Turnhalle auf dem Sportplatzgelände. 1966 Die Gemeinderäte von Bolsehle, Groß-Varlingen, Linsburg, Schessinghausen und Langendamm fassten den Beschluss eine Samtgemeinde "Im Wohlde" zu bilden. 1970 Der Neubau des Kindergartens konnte bezogen werden. 1971 schloß sich die Gemeinde Husum der Samtgemeinde an. 1974 Die Samtgemeinde "Im Wohlde" wurde aufgelöst, Langendamm wurde als Ortsteil in die Stadt Nienburg eingemeindet. 2002 Langendamm hat eine eigene Internetseite im World Wide Web 2010 Das 32. Kreisjugendfeuerwehr-Zeltlager findet zum ersten Mal in Langendamm statt. Viele Langendammer unterstützen die Feuerwehr mit Ihrer Hilfe. 2010 Die Feuerwehr Langendamm feiert ihr 75. jähriges Bestehen Quelle unter anderem: "Langendamm - Aus der Geschichte eines Dorfes" von Wilhelm Stelling aus dem Jahre 1976 Zusammengefasst und erstellt: Natascha Sonnenberg erweitert: Olaf Krüger |








